Anwalt der Hexen - Pater Spee -

    Claus-Peter Lieckfeld

    Vedra
    2011
    411 páginas
    13h 42m
    ISBN-13: 9783939356233

    Der Jesuit Friedrich Spee von Langenfeld (1591-1635) tröstete zum Scheiterhaufen verurteilte Frauen, angebliche Hexen, in ihren letzten Stunden. Ihm wurde klar, dass die wahren Verbrecher auf der Richterbank saßen. Unter Lebensgefahr plädierte er für Vernunft. Claus-Peter Lieckfeld schildert in Anwalt der Hexen Leben, Psyche und Motive dieses Mannes wahrhaftiger und spannender, als es jedem Geschichtstraktat gelingen könnte. 5 Sterne! Höchstwertung! (Magazin Stern 48/2011, 23.11.2011) Wunderbar griff Lieckfeld den Duktus des Barock auf, kein Wort wirkt gekünstelt, kein Satz überzeichnet, alles wie aus einem Guss! Authentisch, nachvollziehbar... Sauber recherchiert hat er den Stoff, hat sich hinein gearbeitet mit Akribie und Fleiß, bespielt virtuos die Tastatur des Gefühls und reißt den Leser hinein in die Zeit des Geschehens. In einer ungemein farbigen Sprache reitet der Autor in lebendigen Bildern den Parcours des heißen Elements ab, in dessen Nähe der große Spee sein Leben zu verbringen genötigt war: Feuer. Feuer allerorten. Und so beginnt Lieckfeld mit dem Brand im Hause Ebersteins und setzt schon mit den ersten Worten wuchtige und unüberhörbare Akzente. Worte prasseln wie Funken, züngeln und lodern wie Flammen. Das ist Kunst. Lieckfeld ... besitzt ein ganz, ganz enges und vertrautes Verhältnis zu seiner Muttersprache. Hier hat nicht mehr jemand bloß Talent, hier ist einer zur vollen Blüte seiner Ausdruckskraft gelangt.... Lieckfeld schreibt einen historischen Roman. Da muß nicht jede Figur, jede Handlung abgesichert sein; es kommt aber unbedingt darauf an, den Bogen zwischen Realität und Fiktion nicht zu überspannen. Viele schon sind just daran gescheitert. Claus-Peter Lieckfeld wandelt diesen schmalen Grat mit schlafwandlerischer Sicherheit und großer Eleganz. Chapeau, Monsieur, Chapeau! Ein gutes Buch zieht den Leser in seine Seiten hinein. Das Buch Anwalt der Hexen von Claus-Peter Lieckfeld leistet genau das. Es fesselt, wo es auf unsinnigen Schwulst vollkommen verzichtet, auf die üblichen Strickmuster von sex and crime und billiger Effekthascherei. Und doch geht in keinem Absatz die grauenhafte Lebenswirklichkeit verloren, die der deutschen Nemesis anhaftet, dem Dreißigjährigen Kriege, dessen Narben bis heute nicht verheilten. Ist Literatur ein Handwerk, dann kann man den Spee-Roman Lieckfelds als Meisterstück betrachten. (Kotofeij K. Bajun in Preußischer Landbote, 21.7.2011) 5,0 von 5 Sternen, fesselnd bis zum Schluss. Ein historischer Roman, der wahrlich seinen Namen verdient. Denn er taucht porentief ein in die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, der Hexenverfolgungen und begleitet den Jesuitenpater und leidenschaftlichen Gegner der irrsinnigen Hexenprozesse Friedrich Spee von Langenfeld ein Stück auf seinem Weg. Auf einfühlsame Weise wird der große Barockdichter und Verfasser des Anti-Hexenhammers Cautio Criminalis hier literarisch zum Leben erweckt. Ihm gegenüber steht der fiktive Tuchhändlersohn Till Rothmann, der uns durch die Wirren des ebenso irrsinnigen Krieges zwischen Lutheranern und kaisertreuen Katholiken führt. Formal im Stil des damals üblichen Schelmenromans in wunderbar treffsicherer Sprache geschrieben, fesselt die pralle Erzählung buchstäblich bis zur letzten Silbe. Wärmstens zu empfehlen! (Leserbewertung bei Amazon von Victor Laszlo: 5.Juni 2012)

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