„Als Grundformel der Kleistschen Dramaturgie wird ein potenzierter Begriff von dramatischer Antizipation eingeführt, der die herkömmlichen dichotomischen Leitbegriffe der Kleist-Forschung ablösen soll. Er besagt, daß die aus der Gattungspoetik geläufige und das Drama der tektonischen Form wesentlich bestimmende, aus der Bühnengegenwart auf Zukunft gerichtete Vorwegnahme eines Zieles sich bei Kleist in der Weise potenziert, daß der dramatische Held nicht nur sein Ziel verfolgt, das er erreicht oder an dem er tragisch scheitert, sondern buchstäblich […] selbst zur Verkörperung dieser Antizipation wird. Als Bühnenfigur existiert er nur aus ihr.“
Heinrich von Kleist - Ein dramaturgisches Modell -
Beda Allemann
Aisthesis
2005
429 páginas
14h 18m
ISBN-13: 9783895284397
Edições (1)
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